{"id":310,"date":"2017-11-04T20:39:30","date_gmt":"2017-11-04T19:39:30","guid":{"rendered":"https:\/\/harfen.at\/wp\/?p=310"},"modified":"2020-03-09T19:52:25","modified_gmt":"2020-03-09T18:52:25","slug":"hakenharfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/harfen.at\/wp\/hakenharfe\/","title":{"rendered":"Hakenharfe"},"content":{"rendered":"<p>Die Harfe ist traditionell ein diatonisch|diatonisches Instrument, das auf eine Tonart eingestimmt ist. Vermutlich mit der Verbreitung der temperierten Stimmung und um schnell die Tonart wechseln zu k\u00f6nnen, wurden ab dem 18. Jahrhundert unterhalb der Stimmwirbel Haken angebracht, mit denen die einzelnen Saiten so verk\u00fcrzt und um jeweils einen Halbton erh\u00f6ht werden konnten. Damit lie\u00dfen sich mehrere Tonarten spielen, jedoch die Tonart w\u00e4hrend des Spiels nur schwer wechseln. Bei heute \u00fcblichen Hakenharfe|Hakenharfen sind die urspr\u00fcnglichen einfachen Haken durch Halbtonklappen (Im Engischen&#8220;Leavers&#8220;) ersetzt, der Name ist jedoch geblieben.<\/p>\n<p><strong>Irische und Schottische Harfe<\/strong><\/p>\n<p>Die irische und schottische Harfe ist ca 1,2 bis 1,3 m hoch und hat ca. 33 meist Nylonssaiten seltener Darmsaiten. Das Saitenmaterial ist identisch der Konzertharfen, die Spannung ist etwas geringer und der Abstand etwas kleiner. Der Resonanzboden ist gerade der Saitenstellwinkel zum Resonanzk\u00f6rper ist ebenfalls ident zu den gro\u00dfen Harfen. Als Baumaterial sind f\u00fcr die tragenden Teile Ahorn , Mahagoni , Eiche selten Birne und Nu\u00dfholz bekannt, die Resonanzdecke ist ausschlie\u00dflich Fichte (quergemasert) selten auch mit Furnier \u00fcberzogen. Die Instrumente haben sich mittlerweile \u00fcber die gesamte n\u00f6rdliche Hemnisph\u00e4re verbreitet. Sie werden in gro\u00dfer St\u00fcckzahl in Japan (Aoyama) und als lowcost Produkte auch in Pakistan gefertigt. Das Hakenharfenspiel h\u00f6rt man gelegentlich in irischen Pubs, wo Menschen, ohne daf\u00fcr Geld zu bekommen, nur aus Freude am Spiel, die anderen Pubbesucher unterhalten.<br \/>\nB\u00f6hmische Harfen<\/p>\n<p><strong>B\u00f6hmische Harfen<\/strong><\/p>\n<p>Die b\u00f6hmische Harfe enstand im 18. Jahrhundert im damaligen Sudeten | Sudentenland . Sie war Zeit ihrer Geschichte ein &#8222;einfaches&#8220; Instrument , dass von Schreinern gebaut wurde. Die Bauweise entspricht dem &#8222;kontinetalen&#8220; Harfentyp mit gerader Stange mit eingezapften Hals. Als Baumaterial ist f\u00fcr Hals und Stage meistens Fichte, f\u00fcr die Decke ausschlie\u00dflich Fichte zur Anwendung gekommen. Bei den \u00e4lteren Exemplaren ist Resonanzdecke l\u00e4ngs gemasert, sp\u00e4ter in Fischgr\u00e4t oder schr\u00e4g gemasert (ein \u00e4u\u00dferst seltenes Konstruktionsmerkmal). Es sind auch vereinzelt Exemplare mit quer gemaserten Decken erhalten. Eine weitere Besonderheit ist das bei einigen b\u00f6hmischen Harfen verwendete Konstruktionsmerkmal des gebogenen Resonanzk\u00f6rper, wie er heute noch bei der &#8222;Tiroler Liederharfe&#8220; oder Volksharfe zu finden ist, eine Einfachpedalharfe. Zur Einstellung der Tonarten waren Haken fester Bestandteil der &#8222;b\u00f6hmischen Harfe&#8220;. Das Saitenmaterial bestand aus Naturdarm, moderne Nachbauten verwenden Nylon und selten Flourcarbon Saiten. Die b\u00f6hmische Harfe war eine leichte Reiseharfe zur Begleitung von Liedern und hat sich mit den &#8222;sudetendeutschen M\u00e4derln&#8220; bis in das heutige Sibiren verbreitet, nat\u00fcrlich sind sie auch bis Rom gekommen (2 St\u00fcck stehen im Museo degli strumenti musicali di Roma).<\/p>\n<p>Christoph L\u00f6cherbach gr\u00fcndete die Klangwerkstatt Markt Wald entwickelte er auf Basis historischen Harfen eine neue b\u00f6hmische Harfe mit modernen Halbtonklappen. Das geringe Gewicht der Harfe und die kompakten Abmessungen aber auch die M\u00f6glichkeit das Instrument in Baukursen selbst zu bauen machten die Harfe zu einer der Meistverkauften in Europa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Harfe ist traditionell ein diatonisch|diatonisches Instrument, das auf eine Tonart eingestimmt ist. Vermutlich mit der Verbreitung der temperierten Stimmung und um schnell die Tonart wechseln zu k\u00f6nnen, wurden ab dem 18. 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